Das Kino von Jim Jarmusch ist sehr eigen. Beeinflusst von Aki Kaurismäki, Wim Wenders und Yasujirō Ozu, interessiert sich der Regisseur aus Akron offenbar gerade für jene toten Momente und Leerstellen, die andere auslassen oder in eine Ellipse verwandeln. Er ist zweifellos einer der wenigen wirklich unabhängigen Regisseure des amerikanischen Kinos.

Paterson (2016)
Trailer zu einem der letzten Spielfilme von Jim Jarmusch. Zwar ist er weder sein bester noch sein repräsentativster Film, doch er zeigt viele der Merkmale, die seine Laufbahn geprägt haben.
Down by Law (1986)
Diese Szene aus Down by Law, in der Roberto Benigni, Tom Waits und John Lurie in einer Gefängniszelle Karten spielen, ist zugleich großartig und urkomisch. Wie in vielen Filmen von Jarmusch bewegt sich die Kamera kaum, und die Szene besteht aus nur zwei Einstellungen. Die rein dokumentarische Ästhetik und das natürliche Licht versetzen den Zuschauer mitten hinein; den Rest erledigen die Darsteller.
Dead Man (1995)
Ein Western, geschrieben und inszeniert von Jarmusch, mit Johnny Depp in der Hauptrolle und einer Filmmusik von Neil Young. Depp spielt „William Blake“, einen angeschossenen Flüchtenden, der auf einen Indianer trifft, welcher ihn für die Wiedergeburt des englischen Dichters hält und ihm bei der Flucht hilft. Solche Verweise, die Poesie in seine Filme einweben, zeigen Jarmuschs Interesse an Literatur ebenso wie am Kino.
